Hätte Mathilde Müller ihren Vater nicht vergöttert, wäre Muri wohl nie in den Genuss einer Stiftung gekommen, die mittlerweile seit 40 Jahre wesentlich zum kulturellen und gesellschaftlichen Leben der Region beiträgt: Denn Josef Müller, der Bauernbub aus dem Hasli, hatte hier seine Wurzeln. Aufgewachsen als uneheliches Kind, hatte er im aargauischen Freiamt zwar wenig zu lachen. Doch dann suchte er sein Glück in Luzern bei der «Teiggi» und fand es schliesslich bei Cailler (später Nestlé), wo er eine steile Karriere machte und den Grundstein für das Vermögen legte, das seine einzige Tochter Mathilde erfolgreich verwaltete. Den Menschen helfen wollte sie damit. Und dachte dabei an eine Stiftung zugunsten der Heimatgemeinde ihres Vaters.

Kurz vor Weihnachten 1980 wurde im Büro des Luzerner Anwalts Dr. Franz Burger die Josef Müller Stiftung Muri gegründet. Anfang 1981 nahm diese ihre Arbeit auf. An den Sitzungen mit dabei war nebst den frischgebackenen Stiftungsräten Karl Reichmuth (Luzern), Otto Ziswiler, Marco Hauser und Paul Trost (alle Muri) auch die Stifterin selber: Mathilde Müller. Fräulein Müller, wie sie ein Leben lang genannt werden wollte. Das Stiftungsvermögen betrug eher bescheidene 100 000 Franken – allerdings mit der Option auf deutlich mehr nach Mathilde Müllers Tod. Wie viel dies sein würde, das verriet sie allerdings nicht.

So konnte die Stiftung im Laufe der ersten 10 Jahre lediglich 200 000 Franken vergeben, anfänglich vor allem bei sozialen Notfällen. Heute zählt die Josef Müller Stiftung Muri, die im Freiamt und in Luzern in ihren Förderbereichen Kultur, Soziales, Ausbildung und Freizeit sowie nachhaltige Landwirtschaft tätig ist, zu den bedeutenden Schweizer Stiftungen. Seit 40 Jahren tut sie exakt das, was sich Mathilde Müller so sehnlich gewünscht hat: Gutes.


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